Frostschutzmittelvergiftung bei Hund und Katze – Wichtige Infos für Tierhalter

Frostschutzmittel (z. B. für Autos oder Heizungen) enthalten meist Ethylenglykol – eine teils farblose, süßlich schmeckende Flüssigkeit, die für Hunde und Katzen hochgiftig ist. Schon kleinste Mengen können zu tödlichem Nierenversagen führen.
Warum ist es so gefährlich?
- Tiere werden vom süßen Geschmack angelockt.
- Bereits wenige Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht können lebensbedrohlich sein.
- Das Gift wird schnell ins Blut aufgenommen und schädigt Leber, Nervensystem und vor allem die Nieren.
Typische Symptome (oft innerhalb weniger Stunden):
- Frühphase (30 Min – 12 Std): Taumeln, Erbrechen, vermehrtes Trinken und Urinieren, Apathie.
- Mittlere Phase (12 – 24 Std): Kurzatmigkeit, Herzrasen, Krampfanfälle.
- Spätphase (24 – 72 Std): Schwere Nierenschäden, kaum Urin, Koma – oft tödlich.
Sofortmaßnahmen bei Verdacht
- Kein Warten! Jede Minute zählt.
- Tier sofort beim Tierarzt vorstellen.
- Wenn möglich, Verpackung oder Restflüssigkeit mitnehmen.
- Nicht versuchen, Erbrechen selbst auszulösen, ohne tierärztliche Anweisung.
Vorbeugung
- Frostschutzmittel immer verschlossen und unzugänglich aufbewahren.
- Verschüttete Tropfen sofort gründlich entfernen.
- Fahrzeuge regelmäßig auf Lecks prüfen.
- Falls möglich, auf ungiftige Alternativen (z. B. Propylenglykol) umsteigen.