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Vergiftungen bei Hund und Katze - Erste Hilfe und Tierärztliche Versorgung

Vergiftungen bei Haustieren können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. giftige Pflanzen, Lebensmittel, Reinigungsmittel oder Medikamente. Symptome können von Erbrechen, Durchfall und Zittern bis hin zu Krämpfen oder Bewusstlosigkeit reichen, abhängig vom Gift und der aufgenommenen Menge. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, da eine schnelle Behandlung lebensrettend sein kann.

 

Beispiele für mögliche Vergiftungsursachen

  • Giftige Pflanzen: Viele Zimmer- und Gartenpflanzen sind für Haustiere giftig, wie z.B. Efeu, Lilien, Oleander, Rhododendron oder Weihnachtsstern.
  • Lebensmittel: Bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Zwiebeln, Avocado, Trauben, Rosinen oder Xylit (Süßstoff) können für Hunde und Katzen giftig sein.
  • Reinigungsmittel und Chemikalien: Reiniger, Frostschutzmittel, Pestizide und andere Chemikalien können bei oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Vergiftungen führen.
  • Medikamente: Medikamente für Menschen oder andere Tiere können für das eigene Haustier giftig sein.
  • Schädlingsbekämpfungsmittel: Rattengift, Schneckenkorn und Insektenvernichtungsmittel können schwerwiegende Vergiftungen verursachen.

 


Therapie

Bei Vergiftungsverdacht müssen Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Giftaufnahme ins Blut zu verhindern, bereits aufgenommenes Gift auszuscheiden und die vorhandenen Symptome zu reduzieren. Gegengifte (Antidots) gibt es nur in seltenen Fällen. Je früher die Tiere bei einem Tierarzt vorgestellt werden, desto besser sind die Chancen, eine Vergiftung unbeschadet zu überstehen.

Um eine weitere Giftaufnahme zu verhindern, kann medikamentös Erbrechen ausgelöst werden. Doch dies ist nur sinnvoll, wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist. Durch intravenöse Infusionen und entwässernde Medikamente wird die Ausscheidung über die Nieren gefördert. Die Gabe von Aktivkohle kann bei vielen Giften ebenfalls helfen. Die Kohle ist hochporös und wirkt wie eine Art Schwamm, der eine Vielzahl von Giften absorbieren kann. Bei den meisten Vergiftungen sind die ersten 48 Stunden am kritischsten. Wenn wir in diesem Zeitraum die Symptome in den Griff bekommen und das Tier schnell entgiften konnten, können die meisten Patienten nach Hause entlassen werden.

Am besten ist es jedoch, die Giftaufnahme zu unterbinden. Wenn der Hund im Freien gerne Unrat, Köder und andere Gegenstände frisst, kann man dies effektiv nur durch einen Maulkorb verhindern. Mittlerweile gibt es Maulkörbe in jeder Farbe und Form, und mit einem entsprechenden Training kann man Tiere gut daran gewöhnen. Alternativ kann ein Anti-Fresstraining in einer Hundeschule versucht werden.